art Karlsruhe
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Seit sechs Jahren ist die art Karlsruhe auf Wachstumskurs. Der Kurator Ewald Schrade, Motor und Seele der art, setzte weiter auf natürliches Wachstum, mehr gute Kunst und mehr gute Galerien. Für eine positve Überraschung und einen Paukenschlag sorgte der Kulturstaatsminister Bernd Neumann, der versprach, dass die Ankaufskommission des Bundes vom nächsten Jahr an auch Karlsruhe ansteuern wird. "Die art Karlsruhe steht damit in einer Reihe mit der Frieze Art und der Art Basel"

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Rund 40.000 Besucher sorgten für einen Besucherrekord. Nach Meinung der Galeristen ein sehr interessiertes Publikum, das sich überwiegend für das mittlere Preissegment interessierte.

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Kaum ein Galerist der die Wirtschaftskrise nicht auch spürte, aber dennoch viele zufriedene Gesichter, wie zum Beispiel die „Newcomer-Galerie“ Kohler und Partner aus Karlsruhe, die mit großformatigen Frauenportraits beeindruckte.

Tom Kohler: „ Unser Ziel war es den Bekanntheitsgrad unserer Galerie zu steigern. Es war uns wichtig, das Profil unserer jungen Galerie durch eine überzeugende Qualität der ausgestellten Arbeiten zu dokumentieren. Wir wollten das Publikum mit einer ernsthaften Position erreichen, was uns auch gelungen ist. Die Sammler haben auf unser Konzept sehr positiv reagiert;  wir  konnten
alle Arbeiten verkaufen und haben überraschender Weise eine Einladung nach New York erhalten. Für uns eine Premiere, die uns für die Zukunft sehr optimisitsch stimmt.“

Die art Karlsruhe ist mittlerweile die größte Messe Deutschlands. Insgesamt 212 Aussteller (2008 waren es noch 183) stehen für diesen neuen Höchststand.

In den beiden großen Messehallen gruppierte sich wieder alles um die Platzhirsche. Bei der Klassischen Moderne in Halle 3 waren dies Ludorff und Vömel aus Düsseldorf, Maulberger aus München, Henze & Ketterer
aus Wittrach/Bern und Schlichtenmaier aus Grafenau. Hachmeister aus Münster hatte für diese sechste Ausgabe abgesagt, das galt auch für Salis & Vertes aus Zürich/St. Moritz/Salzburg. Dorothea van der Koelen
aus Mainz, Nothelfer und Michael Schultz aus Berlin hatten in Halle zwei ihre zentralen Kojen bezogen.

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Das teuerste Werk der Messe hatte Henze & Ketterer mitgebracht: Es ist ein Spätwerk von Ernst Ludwig
Kirchner. Der Maler hat eine Szene aus dem „Sommernachtstraum“
großformatig und in der für diese Phase charakteristisch-schwungvollen Pastellfarbigkeit nachempfunden. Die Geister, die Kirchner hier ruft, kosten 2,7 Millionen Euro.

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Ein ausgesprochen gelungener Schachzug des Kurators Schrade war es die Hauptstadt nach Karlsruhe zu holen. Für eine Delegation von fünfzehn Berliner Galerien ist jetzt schon eine der kleinen Hallen reserviert. Das neue Projekt nennt sich „Art from Berlin“. Was aber von dort auf der Art Karlsruhe ausgestellt wurde, konnte (noch) nicht an die Qualität des „Art Forums“ anschließen. Ein gewisser Hauptstadtstolz der Galerien sorgte trotzdem für frischen Wind: Kai Hilgemann präsentierte eine One-Man-Show von Torsten Ruehle, Jahrgang 1975. Mit Öl und Pigmentstift stellt er seine surrealen Hasenwelten und sehr realen Alltagsmenschen auf Holz vor (1800 bis 9800 Euro). Wagner +
Partner traten mit Maria & Natalia Petschatnikov an (450 bis 19.000 Euro).

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